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Illegale Airbnb im Haus? So verteidigen Sie Ihre Wohnruhe

Ständig neue Gesichter im Treppenhaus, Koffer um zwei Uhr nachts, Partylärm am Dienstag — und Sie wissen genau: Da oben läuft eine illegale Ferienwohnung. Während Sie jeden Monat pünktlich Ihre Miete zahlen, macht Ihr Nachbar mit airbnb berlin illegal das große Geld. Das müssen Sie nicht hinnehmen.

Berlin hat eines der schärfsten Zweckentfremdungsverbote Deutschlands. Die meisten Airbnb-Vermietungen verstoßen dagegen — und Sie können etwas dagegen tun.

Das Berliner Zweckentfremdungsverbot (ZwVbG) verbietet die dauerhafte Nutzung von Wohnraum als Ferienwohnung ohne Genehmigung. Verstöße kosten bis zu 500.000 Euro Bußgeld.

WAS ERLAUBT IST — UND WAS NICHT

Das Berliner Zweckentfremdungsverbots-Gesetz ist glasklar: Zweckentfremdung wohnung als Ferienwohnung ist grundsätzlich verboten. Punkt. Nur in Ausnahmefällen gibt es Genehmigungen — und die sind extrem selten.

Erlaubt ist lediglich die gelegentliche Vermietung der eigenen Wohnung für maximal 90 Tage im Jahr, wenn man selbst dort wohnt. Alles andere ist illegal. Wer seine Wohnung dauerhaft oder überwiegend als Ferienwohnung vermietet, begeht eine Ordnungswidrigkeit.

Die Realität: 95% aller Airbnb-Angebote in Berlin verstoßen gegen dieses Gesetz. Das ferienwohnung verbot berlin wird systematisch ignoriert — auf Kosten der Nachbarn und des Wohnungsmarktes.

95%
aller Airbnb-Angebote in Berlin verstoßen gegen das Zweckentfremdungsverbot

WAS DAS FÜR SIE BEDEUTET

Illegale Ferienwohnungen in Ihrem Haus bedeuten nicht nur Lärm und Unruhe. Sie treiben auch die Mieten in die Höhe, weil Wohnraum dem regulären Markt entzogen wird. Während Sie mit der Mietpreisbremse kämpfen, profitiert Ihr Nachbar illegal von der Wohnungsnot.

Ein Rechenbeispiel aus Mitte: Eine 2-Zimmer-Wohnung bringt als normale Mietwohnung etwa 1.200 Euro im Monat. Als Airbnb kann dieselbe Wohnung 3.000 bis 4.000 Euro monatlich einbringen. Kein Wunder, dass Vermieter versucht sind — auch wenn es illegal ist.

Das Perfide: Während Sie als regulärer Mieter Kündigungsschutz genießen, können Feriengäste jederzeit rausgeworfen werden. Wird die illegale Vermietung gestoppt, kommt oft eine saftige Mieterhöhung für den nächsten regulären Mieter.

SCHRITT FÜR SCHRITT: SO GEHEN SIE VOR

01
Beweise sammeln

Dokumentieren Sie alles: Screenshots von Airbnb-Inseraten, Fotos von Koffern im Treppenhaus, Zeiten des Gästewechsels. Notieren Sie Lärmbelästigungen mit Datum und Uhrzeit. Je konkreter, desto besser.

02
Bezirksamt informieren

Melden Sie den Verdacht bei der Zweckentfremdungsstelle Ihres Bezirks. Das geht auch anonymous. Fügen Sie alle gesammelten Beweise bei. Die Behörde ist verpflichtet, jedem Hinweis nachzugehen.

03
Hausverwaltung kontaktieren

Informieren Sie parallel die Hausverwaltung oder den Vermieter. Oft wissen sie nichts von der illegalen Nutzung — oder schauen bewusst weg. Setzen Sie eine Frist zur Abhilfe.

04
Mietminderung prüfen

Bei anhaltender Lärmbelästigung durch Feriengäste können Sie die Miete mindern. 10-20% sind bei regelmäßigen Störungen durchaus angemessen. Mila hilft Ihnen dabei, Ihre Rechte durchzusetzen.

05
Rechtliche Schritte einleiten

Wenn nichts hilft, können Sie als Nachbar auch zivilrechtlich gegen die Zweckentfremdung vorgehen. Das ist kompliziert — aber möglich. Mila prüft auch solche Fälle.

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WAS VIELE VERMIETER BEHAUPTEN — UND WAS WIRKLICH STIMMT

Was dein Vermieter sagt
Ich vermiete nur gelegentlich an Freunde
Was wirklich stimmt
Wer regelmäßig über Airbnb vermietet, betreibt gewerbliche Ferienwohnungsvermietung. Auch an 'Freunde' — die man zufällig über die Plattform kennengelernt hat.
Was dein Vermieter sagt
Ich wohne ja selbst noch in der Wohnung
Was wirklich stimmt
Wer dauerhaft ein Zimmer über Airbnb vermietet, zweckentfremdet trotzdem Wohnraum. Die 90-Tage-Regel gilt für die gesamte Vermietung pro Jahr.
Was dein Vermieter sagt
Ich habe eine Genehmigung beantragt
Was wirklich stimmt
Ein Antrag ist noch keine Genehmigung. Solange keine positive Entscheidung vorliegt, bleibt die Vermietung illegal. Genehmigungen werden nur in absoluten Ausnahmefällen erteilt.

IHRE ERFOLGSAUSSICHTEN

Die Berliner Bezirksämter gehen mittlerweile konsequent gegen illegale Ferienwohnungen vor. Allein 2023 wurden über 2.000 Verfahren eingeleitet. Die Bußgelder sind empfindlich: Im Durchschnitt 25.000 Euro pro Fall.

2.000
Verfahren gegen illegale Ferienwohnungen wurden 2023 in Berlin eingeleitet

Besonders in Friedrichshain und anderen Szenekiezen sind die Kontrollen scharf. Viele Vermieter geben auf, sobald das Bezirksamt ermittelt. Ihre Meldung kann also durchaus erfolgreich sein.

Das Wichtigste: Sie müssen nicht alles allein machen. Schließen Sie sich mit anderen Nachbarn zusammen. Gemeinsame Beschwerden haben mehr Gewicht.

LANGFRISTIGE PERSPEKTIVE

Auch wenn die illegale Ferienwohnung gestoppt wird — Ihre Probleme sind damit nicht automatisch gelöst. Oft folgt eine drastische Mieterhöhung für den nächsten regulären Mieter. Oder der Vermieter versucht andere Tricks, um mehr Geld zu machen.

Deshalb ist es wichtig, dass Sie auch Ihre eigene Miete im Blick behalten. Viele Berliner zahlen mehr, als sie müssten. Die Mietpreisbremse gilt auch in Häusern mit ehemaligen Airbnb-Wohnungen.

Mila hilft Ihnen dabei, beide Probleme anzugehen: Die illegale Ferienwohnung stoppen und Ihre eigene Miete dauerhaft senken.